Die vergangenen beiden Jahre waren an den europäischen Kapitalmärkten von gänzlich entgegengesetzten Aktienkursentwicklungen geprägt. Die Erwartungen sicherheitsbewusster Anleger konnten dabei nur solche Konzepte erfüllen, die die Schwächephase 2018 mehr oder weniger verlustfrei überstanden und in der folgenden Erholung (2019) Renditepunkte eingesammelt haben. Seit der Lancierung im Dezember 2017 ist der AI Prämienstrategie genau dies gelungen.

Exakt zwei Jahre ist es nun her, dass der Wallrich AI (Artificial Intelligence) Libero nach ausführlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sein Debüt gegeben hat. Zwar ist der zweite Geburtstag selbst am schnelllebigen Kapitalmarkt noch kein Grund zum Feiern, er stellt aber eine gute Gelegenheit dar, um einmal auf die Anfangsphase des Investmentfonds zurückzublicken. Dies gilt umso mehr, als der Euro Stoxx 50, der als Basiswert für die dem Sondervermögen zugrundliegende Prämienstrategie dient, 2018 und 2019 von zwei völlig unterschiedlichen Kursentwicklungen geprägt war.

Im ersten Jahr (Anfang Dezember 2018 bis Ende November 2019) ging es bei der Net Return-Variante des wichtigsten europäischen Aktienmarktbarometers nach einer anfänglichen Seitwärtsentwicklung unter hohen Schwankungen um 8,7% nach unten (siehe Chart). In den folgenden zwölf Monaten kam es dann zu einer fulminanten Aufholjagd und letztendlich einem Kursplus von ca. 20%. Damit gehört der zweitgenannte Zeitraum zu einer der besten 12-Monats-Phasen beim Euro Stoxx 50 überhaupt. Insgesamt verbleibt eine aufs Jahr umgerechnete Rendite von 4,64%, die allerdings mit hohen Schwankungen erkauft werden musste. Nervenschonend sieht jedenfalls anders aus. So lag der Maximum Drawdown bei 17,9% und es hat fast eineinhalb Jahre gedauert (Januar 2018 bis Juli 2019), bis der zwischenzeitliche Indexhöchststand wieder erreicht wurde.

Stabile Entwicklung trotz hoher Schwankungen beim Basiswert
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Wallrich AI Libero versus Euro Stoxx 50 Net Return. Quelle: Bloomberg

Bewährungsprobe mit Bravour bestanden

Ganz anders die Entwicklung beim Wallrich AI Libero. Der als Absolute Return-Produkt konzipierte Prämienstrategie Fonds lag im Maximum mit 3,4% hinten. Zum einen war der zwischenzeitliche Verlust natürlich direkt auf den Einbruch beim Euro Stoxx 50 zurückzuführen. Gleichzeitig ist damals aber auch die implizite Volatilität deutlich angestiegen. Beide Entwicklungen hatten im Winter 2018 eine Verteuerung der Stillhalterpositionen im Fonds zur Folge, und es hätten bei sofortiger Glattstellung Optionspreise oberhalb der zuvor vereinnahmten Prämien gezahlt werden müssen (zur Funktionsweise des AI Libero siehe letzter Absatz). Diese „buchhalterischen Verluste“ haben sich unmittelbar im Net Asset Value des AI Libero und dessen Kursnotiz widergespiegelt. Mit Beruhigung der Märkte und dem Abbau des Zeitwerts der Optionen haben sich der innere Wert des Fonds und damit auch sein Kurs wieder auf das Niveau von vor dem Aktien Sell-Off zubewegt. Entsprechend schnell ist auch die Erholung verlaufen, und der ursprüngliche Höchststand konnte bereits nach ca. viereinhalb Monaten wieder erreicht werden. Dabei spiegelt sich die sehr konservative Ausrichtung des Fonds auch in einer Jahresvolatilität von aktuell lediglich 2,8% wider, während es der Euro Stoxx 50 Net Return auf einen Wert von 13,8% bringt.

Bliebe als zweites noch die andere Seite der Medaille, nämlich die Rendite. Hier peilt der AI Libero auf mittlere Sicht einen Zielwert von 2,5-3% an. Dabei war in den ersten zwölf Monaten aufgrund des sehr negativen Marktumfelds nur ein ausgeglichenes Ergebnis drin. Umso besser dagegen der Wert im zweiten Jahr, der bei 5,3% liegt. Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine jährliche Performance von 2,6%. Das Fondskonzept, welches darauf ausgerichtet ist, in steigenden, stagnierenden und moderat rückläufigen Märkten positive Erträgen zu generieren und bei stark fallenden Basiswertkursen den Maximum Drawdown in engen Grenzen zu halten, ist in den ersten beiden Jahren und völlig unterschiedlichen Marktphasen somit aufgegangen.

Regelbasierter Investmentprozess mit künstlicher Intelligenz

Grundsätzlich lässt sich das erfolgreiche Abschneiden des AI Libero keineswegs auf einen einzigen Aspekt zurückführen. Vielmehr sprechen gleich verschiedene komparative Vorteile für das langfristige Funktionieren (zwischenzeitliche Kursrückgänge natürlich nicht ausgeschlossen) der AI Prämienstrategie. Zu nennen ist hier unter anderem der Einsatz moderner Datenanalysetechnologien und künstlicher Intelligenz bei der Entwicklung des streng regelbasierten Investmentprozesses. Dieser folgt immer wiederkehrenden Mustern. Steigt etwa die Volatilität im Euro Stoxx 50 an, erhöhen sich automatisch die Optionsprämien und der Fonds steigert seine Investitionsquote. Der jeweils optimale Investitionsgrad wird zwar anhand eines komplexen Computeralgorithmus bestimmt, die Vorgaben der „Maschine“ werden vom Fondsmanagement aber auf Plausibilität hin überprüft. Gleiches gilt für die Fortentwicklung des Regelwerks. Auf diese Weise wird vermieden, dass sich das System in eine Black Box verwandelt, der die Verantwortlichen ausgeliefert sind. Gleichzeitig bleiben emotionale Aspekte aufgrund der strengen Regelbindung des Anlageprozesses aber außen vor. Anders wäre es aus psychologischen Gründen auch nicht möglich gewesen, insbesondere in die Schwächephasen hinein, die es in den zurückliegenden beiden Jahren immer wieder gegeben hat, bei attraktiven Stillhaltemöglichkeiten „beherzt zuzugreifen“.

Funktionsweise des AI Libero
Der Wallrich AI Libero (WKN A2DTL2) verkauft an der Eurex Put-Optionen auf den Euro Stoxx 50, um auf diese Weise kontinuierliche Prämieneinnahmen zu generieren. Das Optionsportfolio (Laufzeit, Basispreis, Investitionsquote) wird mittels eines quantitativen Modells gesteuert, das in hohem Maße auf dem Einsatz moderner Datenanalyse-Technologien und künstlicher Intelligenz beruht. Das als Sicherheit für die Stillhaltergeschäfte dienende Fondsvermögen wird größtenteils in Investment-Grade Bonds angelegt.