Rein vordergründig ist an den Aktien- und Anleihemärkten im August nur wenig passiert. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich aber doch einige bemerkenswerte Bewegungen, die sich durch ein aktives Portfoliomanagement nutzen ließen.

So hat sich der Deutsche Aktienindex im vergangenen Monat per Saldo zwar nur um 0,29% reduziert (EuroStoxx 50: -0,53%), bei zwei leichten Rückschlägen wurde zeitweise aber jeweils die wichtige Marke von 12.000 Punkten unterschritten. Diese Entwicklung sowie den daraus resultierenden (leichten) Volatilitätsanstieg haben wir beim Wallrich Wolf Prämienstrategie Fonds zum Aufbau neuer Indexpositionen genutzt. Um allerdings richtig in die Offensive zu gehen, müsste der Markt deutlich schärfer korrigieren und die impliziten Volatilität auf höhere Levels ansteigen. Entsprechend bleibt es bei einem Investitionsgrad von ca. 70% und einer eher vorsichtigen Ausrichtung. Gleichwohl hat sich im Berichtszeitraum mit Zugewinnen von 0,3% wieder einmal die relative Vorteilhaftigkeit der Prämienstrategie bei seitwärtstendierenden bzw. leicht fallenden Börsen gezeigt.

Wolken am Horizont
Aktuell scheint der Aktienmarkt in einer Seitwärts-Range „gefangen“ zu sein. Auch wenn Frühindikatoren, wie etwa der ifo Geschäftsklimaindex, zuletzt geringfügig gesunken sind, verharren sie noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Die Berichtssaison für das zweite Quartal 2017 hat bei einigen leicht negativen Überraschungen (z.B. Bayer und Siemens) meist gute Ergebnisse geliefert. Gleichzeitig zeigen sich am Horizont allerdings einige mögliche Belastungsfaktoren. Neben der Frage nach dem Zeitpunkt etwaiger Zinserhöhungen in Europa sind diese insbesondere politischer Natur. Zu nennen sind hier unter anderem die stockenden Brexit-Verhandlungen, protektionistische Tendenzen aus den USA und nicht zuletzt der Nordkorea-Konflikt. Ob sich die Wolken wieder verziehen oder sich an der einen oder anderen Stelle tatsächlich etwas zusammenbraut, bleibt abzuwarten.

In diesem Umfeld hat sich der WWAM Marathon Balance um 0,57% (I-Tranche) verteuert. Dabei ist ein Teil des Erfolgs auf den gestiegenen Goldpreis (+3,9%) zurückzuführen. Seit Anfang Januar beläuft sich die Performance des vermögensverwaltenden Fonds damit auf knapp 14%. Bei einem weiterhin von Vorsicht geprägten Ausblick bleiben Aktien und Devisenpositionen weitestgehend abgesichert.

Stabile Performance mit angezogener Handbremse
Aufgrund der intensiven Presseberichterstattung dürften Privatanleger in Bezug auf den heimischen Rentenmarkt die Pleite von Air Berlin als dominierendes Ereignis wahrgenommen haben. Hierauf gehen wir in unserem Newslettertext „Air Berlin und die Konsequenzen für Anleihegläubiger“ näher ein. Aber auch bei anderen europäischen Hochzinsanleihen gab es durchaus signifikante Kursbewegungen von bis zu 5% in beide Richtungen. Per Saldo tendierte der Markt dagegen in einer engen Spanne seitwärts. Der Credit Spread (Zinsvorsprung gegenüber Staatsanleihen) lag am Monatsende bei 243 Basispunkten (Vormonat 234 Basispunkte). Der Kurs des WWAM Marathon Renten erhöhte sich dabei marginal um 0,07%. Der Anteil der High Yield-Anleihen beträgt derzeit ca. 70% mit überwiegend BB-Corporates. Den Rest machen liquide Mittel und Cash-Surrogate (Investmentgrade-Anleihen mit kurzer bis mittlerer Laufzeit) aus. Gute Gelegenheiten – seien es titelspezifische Entwicklungen oder im Falle einer allgemeinen Risk-off-Phase – können damit jederzeit wahrgenommen werden.