Nicht nur die Außentemperaturen lassen uns ordentlich ins Schwitzen geraten, auch die Börsen haben sich im Juli von ihrer sonnigen Seite gezeigt. So konnte der Deutsche Aktienindex den Monat mit einem Plus von knapp 500 Punkten (+4,06%) beenden, beim Euro Stoxx 50 betrugen die Zugewinne immerhin 3,83%, und auch High Yield Anleihen konnten zulegen. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältiger Natur.

Dabei ist zunächst natürlich die (vorübergehende) Entspannung im Handelskonflikt mit den USA zu nennen. So haben sich beide Seite bei einem Besuch des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker im Weißen Haus überraschend auf den Abbau von Handelsbarrieren geeinigt. Bestehende Vergeltungszölle sollen überprüft, auf weitere Strafabgaben vorerst verzichtet werden. Stattdessen plane man ein gemeinsames Expertenteam, das an einer „langfristigen Strategie arbeiten werde“. Einfuhrzölle auf europäische Autoimporte, vor denen sowohl Brüssel, wie auch Detroit gewarnt haben, sind damit zunächst einmal vom Tisch. Zur Einigung beigetragen hat sicherlich auch die Tatsache, dass die amerikanische Bevölkerung die Folgen von Trumps protektionistischer Handelspolitik und den damit verbundenen Gegenmaßnahmen – insbesondere aus China – immer stärker zu spüren bekommt, wodurch der Rückhalt für seine Politik schwindet.

Tech-Giganten mit überwiegend positiven Zahlen

Positive Auswirkungen hatte auch die angelaufene Halbjahres-Berichtssaison. Jeweils rund 8% lauten die Prognosen für das durchschnittliche Gewinnwachstum europäischer Unternehmen für 2018 und 2019. In den USA standen insbesondere die großen Technologiewerte im Blickpunkt. Überzeugen konnten dabei Amazon und Microsoft, die jeweils mit kleinen Positionen im WWAM Marathon Balance enthalten sind. Enttäuschend dagegen Facebook. Der Cambridge-Analytica-Skandal, die neuen Datenschutzregeln in Europa und allgemein sinkende Nutzerzahlen sind an dem sozialen Netzwerk nicht spurlos vorüber gegangen. So haben sich seit Bekanntgabe der jüngsten Zahlen (26.07.) bis Ende Juli ca. 130 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung in Luft aufgelöst. Insgesamt bietet die Tech-Branche unserer Meinung nach aber immer noch großes Wachstumspotenzial, welches sich auch im Erreichen neuer Höchststände im NASDAQ widerspiegelt. In diesem Umfeld hat der WWAM Marathon Balance den Berichtsmonat mit einem Wertanstieg von +2,94% beendet. Damit liegt der vermögensverwaltende Mischfonds seit Jahresbeginn mit 4,81% deutlich im grünen Bereich.

Ausschüttung bei der Prämienstrategie

Positiv entwickelt hat sich mit Zugewinnen von 1,41% (P-Tranche) im Juli auch der WWAM Prämienstrategie Fonds. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es bei der Tranche für Privatanleger zu einer Ausschüttung in Höhe von 2,80 Euro je Anteil gekommen ist (20.07.). Bei der Retail-Tranche und der I-Tranche lagen die Ausschüttungen bei 2,20 bzw. 4,30 Euro je Anteil. Interessanterweise erkennen inzwischen immer mehr Anleger den hohen Nutzen von Stillhalterstrategien, was sich auch an der gestiegenen Anzahl entsprechender Investmentfonds ablesen lässt. Kaum ein Produkt kann dabei langfristig allerdings mit einer derart hohen Rendite glänzen wie die Wallrich Wolf Prämienstrategie. Seit Lancierung im Dezember 2007 sind es bei einer verhältnismäßig hohe Sharpe Ratio mehr als 53%. Insbesondere die diversen erst in den letzten Jahren ins Leben gerufenen Investmentfonds müssen das nachhaltige Funktionieren ihrer Strategie dagegen erst noch unter Beweis stellen – und zwar auch in Krisenzeiten.

Windfallprofits bei WindTre

Am Anleihemarkt konnte sich die Asset Klasse High Yield nach der Korrektur im Frühsommer zuletzt deutlich erholen. Davon hat mit einem Kursplus von 1,70% im Juli auch der WWAM Marathon Renten profitiert. Überproportional hohe Gewinne konnten wir zu Monatsbeginn bei WindTre realisieren. Veränderungen in der Eigentümerstruktur haben die Anleihen des italienischen Telekommunikationsunternehmens – quasi über Nacht – um 14 Prozentpunkte nach oben schnellen lassen.

Insgesamt haben wir das Exposure des Fonds im Juli bewusst weiter erhöht. Investment Grade Bonds wurden reduziert, um dafür mehrere High Yield Anleihen zu erwerben. Aufgestockt wurde nach vermutlich technisch bedingten Kursverlusten beispielsweise die 8,75% Kirk Beauty 2023 Anleihe (Douglas). Am Primärmarkt haben wir Schuldverschreibungen der Otto-Gruppe sowie von Techem gezeichnet. Während der Versandhändler die Transformation ins E-Commerce-Zeitalter inzwischen erfolgreich gemeistert hat, gefallen uns beim Energiedienstleister Techem unter anderem die Stabilität des Geschäftsmodells sowie die neue Eigentümerstruktur mit der schweizerischen Partners Group und zwei kanadischen Pensionsfonds. Weitere Angaben zu den beiden Anleihen finden sie im Fonds-Factsheet.