Künstliche Intelligenz im Fondsmanagement

Ob beim autonomen Fahren, der Sprach- und Gesichtserkennung oder dem Einsatz digitaler Assistenten. Der künstlichen Intelligenz – im Englischen „Artificial Intelligence“ (AI) – kommt in vielen Bereichen des täglichen Lebens eine zunehmende Bedeutung zu.

Auch in der Vermögensanlage übernehmen Computer immer mehr „intelligente Aufgaben“ und haben den Menschen dank stark gestiegener Rechnerleistungen auf einigen Feldern bereits deutlich hinter sich gelassen. Dies ist beispielsweise bei der computerbasierten Optimierung von Anlagestrategien der Fall. Stark verkürzt wird dem Computer dabei aufgegeben, in historischen Daten Muster zu erkennen und aus diesen unter Berücksichtigung des jeweils aktuellen Marktszenarios ganz konkrete Investitionsempfehlungen abzuleiten.

Dabei passen die Programme die Regeln, die sie sich im Rahmen bestimmter Vorgaben in letzter Konsequenz selbst geben, immer wieder neuen Umweltbedingungen an und lernen damit beständig hinzu.

Volatil bringt mir viel, aber auch künstliche Intelligenz hat ihre Fans

Je nervöser die Märkte und je unsicherer die An­le­ger, desto höhere Optionsprämien werden für Absicherungs­geschäfte bezahlt. Mit PutWrite-Strategien (Verkauf ungedeckter Put-Optionen) lassen sich in schwankungsanfälligen Börsenphasen deshalb besonders hohe Einnahmen erzielen. Auch wenn sich diese oft erst mit einer gewissen Beruhigung der Aktienmärkte und dem Abbau des Zeit­werts der Optionen in den Fonds­preisen positiv wider­spiegeln, ist es deshalb sinnvoll, die Investitionsquote in volatilen Zeiten zu erhöhen und in ruhigeren Phasen zurückzuführen.

Die Herausforderung besteht nun allerdings darin, dass ein derartiges Anlageverhalten der Psyche der meisten Investoren diametral entgegenläuft. Es ist deshalb sinnvoll und zielführend, einen computer­gestützten Algorithmus zu implementieren, durch den menschliche Emotionen im Rahmen des Investitionsprozesses ausgeschlossen werden. Wird der besagte Algorithmus, über den das Options­portfolio gesteuert wird, durch den Ein­satz moderner Datenanalyse-Technologien und künstlicher Intelligenz dann auch noch kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert – umso besser. Und genau dies geschieht bei der AI (Artificial Intelligence) Prämienstrategie und beim AI Peloton, wobei den beiden Investmentfonds allerdings unterschiedliche Maximum Draw Downs vorgegeben/zugebilligt werden.

Als Absolute-Return-Produkt steht die Verlustvermeidung bei der AI Prämienstrategie an oberster Stelle. Die jährliche Zielrendite liegt mittelfristig deshalb auch „nur“ bei 2–3%. Beim AI Peloton sollen bei etwas höherer Risikotoleranz mittel- bis langfristig durchschnittliche Renditen von 4–5% erreicht werden.

Künstliche Intelligenz im Fondsmanagement: Das sind die Vorteile - Interview mit Stefan Wallrich (28.01.2018)